Internationale Woche gegen Rassismus 2006
Aktionen:
- Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück
- Stichwort: Selbstbehauptung und Prävention gegen Missbrauch
- „Colored Glasses“ Gruppe der YFU
- Stichwort: Diskriminierung erkennen und erfahren
- Sponsorenlauf für UNICEF: Schulen für Afrika
- Stichwort: Sich für Andere einsetzen
- Beteiligung am „Begegnungsfest des Integrationsrates“ Herzogenrath
- Stichwort: Sich beteiligen und Stellung beziehen
Zu den Aktionen:
- Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück
- Das Programm der Theaterpädagogischen Werkstatt hat uns im letzten Jahr so überzeugt, dass wir es auch in diesem Jahr unseren Zweit– und Drittklässlern anbieten wollten.
- Bei ihrem 1. Besuch haben die beiden Schauspieler mit den Kindern das „Körperlied“ trainiert, in dem es darum geht, dass jeder Mensch über seinen eigenen Körper bestimmt. Dann beschäftigten sich die Kinder entsprechend kleiner Spielszenen mit „Ja“ und „Nein“ Gefühlen. Wann habe ich ein Ja und wann ein Nein Gefühl.
- Der 2. Besuch stellte Spielszenen zum Thema „Missbrauch durch Fremde“ vor!
Hier lernten die Kinder 3 wichtige Fragen zu klären:
- Habe ich ein Ja oder ein Nein Gefühl?
- Weiß jemand, wo ich bin?
- Kann mir jemand helfen, wenn ich in Gefahr gerate?
Wenn schon eine der 3 Fragen mit Nein beantwortet wird, ist das ein Warnzeichen.
Ebenso wichtig ist die Schuldfrage: Schuld hat immer der Täter/die Täterin!
Das Körperlied wurde wieder trainiert und die 2. Strophe eingefügt.
- Die 3. Einheit stellte den Missbrauch durch Angehörige und Nahestehende in den Mittelpunkt der Spielszenen.
Dabei ging es im Wesentlichen darum:
- Was kann ich tun, wenn …?
- Wer kann mir helfen?
Das Körperlied erhielt eine 3. Strophe.
Die Themen der Werkstatt wurden über die Woche in den Klassen weiter aufgegriffen und vertieft, so dass auch Erst- und Viertklässler in die Thematik eingebunden wurden und die 3 Fragen oder die Bestimmung von Ja und nein Gefühlen mittrainiert haben. Da wir regelmäßige Aktionen zum Thema Prävention durchführen, waren die Kinder schon sehr sensibilisiert und aufnahmefähig.
- „Colored Glasses“ Workshop zu Diskriminierung:
- der Workshop soll Kinder anleiten auf Diskriminierungszeichen zu achten und zu erleben, wie es sich anfühlt diskriminiert zu werden.
- Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt und bekommen einen Arbeitsauftrag eine Collage zu erstellen. Eine Gruppe erhält die Anweisung in einer nicht verständlichen Sprache, erhält nur sparsame Mittel und kaum Unterstützung durch die Betreuerinnen bei der Umsetzung.
- Bericht und Bilder zum Workshop
- Sponsorenlauf Schulen für Afrika:
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- Begegnungsfest des Integrationsrates der Stadt Herzogenrath
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- Eine Gruppe aus Mitgliedern der Streitschlichtung und des Kinderparlaments eröffnete den Tag in der Hauptschule Kohlscheid.
- Zunächst sangen die Kinder ein Lied, was in der Schule fast täglich gesungen wird, und wo es darum geht “aus Nachbarn Freunde“ werden zu lassen und Vielfalt als Chance zu begreifen (Sven Schuhmacher: "Aufstehn, Aufeinander Zugehn"). Anschließend begrüßten sie die Anwesenden in verschiedenen Sprachen, spielten ein Gedicht über Kinder mit verschiedener Hautfarbe und begründeten dann, warum die Grundschule Pannesheide eine Schule gegen Rassismus ist ("Wir wollen, dass Kinder sich in unserer Schule beschützt fühlen…").
- Im Rückblick fanden die Kinder es gut, das Fest an diesem Tag unterstützt zu haben und waren mit ihrem Beitrag zufrieden.
So war die Woche wieder ein Anlass um über das Thema nachzudenken, zu reden und zu spielen. Die Kleinen haben das Buch „Als die Raben noch bunt waren“ gelesen und bearbeitet und darüber nachgedacht, warum der Film „Bärenbrüder“ denn wohl in diese Woche passt entsprechend dem Spruch der Indianer: „Guter Geist, lass mich nie über einen Menschen urteilen, solange ich nicht einen Tag in seinen Mokassins gegangen bin!“, den die großen dazu kannten.Rundum also eine gelungene Aktion.
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