Workshop zum Thema Diskriminierung von Colored Glasses im April 2006

Motiv: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Als Mitglied der SOR Organisation Deutschland hat sich die Grundschule Pannesheide verpflichtet mindestens einmal jährlich eine Aktion zur Vorbeugung und/oder Prävention bzw. zur Sensibilisierung für dieses Thema durchzuführen.

Colored Glasses Workshop: Diskriminierung

Durch verschiedene Kontakte wurden wir auf das Engagement der Gruppe Colored Glasses aufmerksam und erkundigten uns nach den Möglichkeiten eines Workshop für unsere Kleinen.

Colored Glasses hatte bis dahin vorwiegend mit älteren Kindern und Jugendlichen gearbeitet, fand aber die Aussicht mit Grundschulkindern zu arbeiten ebenfalls interessant. Im Vorfeld wurden die verschiedenen Angebote der Gruppe darauf untersucht, welches Angebot mit geringem Aufwand für die Alterstufe der Grundschulkinder umgearbeitet werden konnte.

Wir entschieden uns gemeinsam, einen Workshop zur Diskriminierung anzubieten. Zum einen, da sich die Kinder im Klassenverband der Grundschule in einem relativ geschützten Bereich bewegen, der so die Möglichkeit bietet, auch schwierigere Erfahrungen relativ gefahrlos zu erfahren und anschließend zu verarbeiten. Zum anderen suchen wir im Rahmen des Umgangs mit Lernverfahren und –methoden immer Möglichkeiten das Verhaltensrepertoire zu trainieren, zu reflektieren und zu erweitern.

Das Angebot, eine Einheit zum Thema Diskriminierung durchzuführen und dabei sowohl den Blick dafür zu öffnen: fanden wir besonders für unsere Kinder der 4. Klassen interessant, da sie nach dem Schulwechsel zum Ende des Schuljahres in neuen Sozialverbänden und (für sie rein von der Zahl her) unübersichtlichen Schulgemeinden einen neuen Platz finden müssen.

Vorbereitung:

In Absprache mit Colored Glasses sollte ein Workshop angeboten werden und in dessen Rahmen Die Gruppe Colored Glasses bereitete den Rahmen, Plakate und Materialien vor.
Wir als Schule planten die Zusammenstellung der Gruppen und Betreuung unter folgenden Aspekten: Auf der Basis dieser Überlegungen haben wir die Gruppen zusammengestellt, mit den Kolleginnen und den durchführenden Frauen Vereinbarungen getroffen und den Kindern die Gruppenzusammensetzungen mitgeteilt.
Ständig anwesend war die Kollegin der Schulsoziarbeit, die von allen Kindern immer als Unterstützung und Hilfe erlebt wird und die somit als „Rettungsring“ im Raum war.

Ziel der Maßnahme war, die Kinder möglichst ursprünglich mit der Situation zu konfrontieren. Neben der Sensibilisierung für Diskriminierung, wollten wir die Chancen der Situation nutzen, um den beteiligten Kindern zu zeigen, wie sie mit solchen Situationen umgehen und welche Möglichkeiten sie vielleicht in einer zukünftigen Situation aktivieren könnten um besser damit umgehen zu lernen.

Durchführung:

Am vereinbarten Tag wurden zwei Gruppen mit ungefähr 28 Kindern in Blöcken vor und nach der Pause in einem Fachraum mit den Aufgaben konfrontiert. Auch die Reflexion fand in diesem Rahmen statt. Zusätzlich berichteten die Viertklässlerinnen nach Rückkehr in ihre Stammgruppen den kleineren Klassenmitgliedern. Um diesen zu erklären, was sie erlebt und gelernt hatten, mussten sie die Inhalte zusammenfassen, erklären und auch mit den Kleinen noch einmal diskutieren. Auch das war für uns eine Rückmeldung, was verstanden wurde, was noch aufzuarbeiten war und worauf vielleicht weiter geachtet werden sollte.

Auswertung:

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Angebot nicht nur für die Kinder der Klasse 4, sondern auch für die nur mittelbar beteiligten kleineren Klassenmitgliedern eine wirkliche Bereicherung war.

Zur Methode:

Bestätigt hat sich Als unbedingt wichtig hat sich herausgestellt, dass Zum Inhalt:

Die Kinder haben rückgemeldet, dass sie
wenn sie zur diskriminierten Gruppe gehörten:
wenn sie zu einer nicht diskriminierten Gruppe gehörten:
Insgesamt haben sie viele Möglichkeiten sich anders zu verhalten gefunden und benannt, sowie teilweise auch geübt.

Darüber hinaus:

Für uns war besonders erstaunlich festzustellen: Die anschließende Diskussion im Kollegium und auch mit unseren Eltern war sehr betroffen und engagiert und führte zu folgenden Vereinbarungen:

Wir müssen noch mehr darauf achten: Insgesamt sind wir Colored Glasses dankbar, dass sie uns bei diesem Lernprozess unterstützt haben und möchten auch für unsere anderen Jahrgänge diese Chance weiter nutzen.

Bilder zum Thema

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