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Modellversuch des Kreises Aachen 1999
Der Kreis Aachen suchte 1998 eine Grundschule, die bereit war, im Rahmen des Gemeinsamen Unterricht einen Modellversuch zu starten, der die Einbindung der Schulsozialarbeit zum Ziele hatte. Eine Schulsozialarbeiterin sollte den Modellversuch als Anschub- Modell starten und die Stadt Herzogenrath sollte dann die Fortführung übernehmen. Auswahlkriterium war die Anzahl der Kinder im GU und die Mitarbeit einer Sonderschulpädagogin. Beides war an der GS Pannesheide vorhanden.
Grundlage für unsere Entscheidung war zu diesem Zeitpunkt, dass seit der Einführung des Gemeinsamen Unterrichts in NRW die Unterstützung der Schulsozialarbeit entfallen war. Vor Einführung des Gesetzes konnten im Kreis Aachen Kinder mit auffälligem Verhalten eine Regelschule besuchen, und wurden im Rahmen der kooperativen Förderung stundenweise durch Sonderpädagogen und -pädagoginnen der zuständigen Sonderschule betreut. Die besonders bei diesen Kindern oft schwierige und zeitintensive Elternarbeit wurde vorrangig durch die zuständige Schulsozialarbeit geleistet. Diese Unterstützung ist im Gemeinsamen Unterricht nicht mehr enthalten. Die Grundschule Pannesheide integriert im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts seit Einführung des Gesetzes eine wachsende Zahl sonderschulbedürftiger Kinder. Auch jetzt werden wieder 16 Kinder von uns betreut. Unserem Grundsatz präventiv zu arbeiten, Kindern frühzeitig Unterstützung zukommen zu lassen, und die drohende Sonderschulbedürftigkeit noch vor Ende der Grundschulzeit durch eine Stabilisierung des Kindes zu verhindern, kam die Anfrage des Schulamtes entgegen.
In Zusammenarbeit mit einer Schulsozialarbeiterin der Astrid-Lindgren-Schule (Schule für erziehungsschwierige Kinder), der Erziehungsberatungsstelle des Kreises Aachen, dem Schulamt des Kreises, dem Jugendamt und dem Schulamt der Stadt Herzogenrath wurde ein Konzept entwickelt, dass dann an der Grundschule ab dem Schuljahr 1999 erprobt werden wurde. Das o.a. Gremium traf sich in Abständen und korrigierte oder entwickelte das Konzept weiter (s. Anlage). Im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss des Modellversuchs übernahm die Stadt Herzogenrath die Stelle, teilte sie aber auf 2 Schulen auf und stellte neue Schulsozialarbeiterinnen ein.
Schulsozialarbeit hilft nicht nur wichtige und zusätzliche Unterstützung in der Elternarbeit für Kinder mit Problemen zu erhalten, sondern auch bei vielen die Sonderschulbedürftigkeit zu verhindern oder aufzuheben.