
Gemeinsamer Unterricht in der Grundschule Pannesheide mit Unterstützung durch die Schulsozialarbeit
Gemeinsamer Unterricht
Die Grundschule Pannesheide bemüht sich seit Jahren alle Schüler individuell zu fördern und zu stützen. Dies bedeutete zunächst auch behinderte Kinder, wenn möglich, nicht auszusondern, sondern sie in enger Kooperation mit Sonderschulen integrativ zu fördern. Mit Wirkung des Gesetzes zur Weiterentwicklung sonderpädagogischer Förderung vom April 1995 erweiterte sich der gemeinsame Unterricht zunehmend, sowohl hinsichtlich der Anzahl der zu fördernden Kinder als auch in der Intensität der Zusammenarbeit mit Sonderschullehrerinnen.
Im Schuljahr 2000/2001 werden an der Grundschule 16 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lern- und Entwicklungsstörungen im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts betreut. Durch Bündelung dieser Kinder auf möglichst wenige Klassen kann die Förderung intensiviert und optimiert werden, ebenso die Zusammenarbeit der Grund- und Sonderschullehrerinnen und der Schulsozialarbeiterin. So werden z.zt. acht Kinder in zwei jahrgangsübergreifenden Klassen gefördert, zwei Kinder in einer 2. Klasse und jeweils drei in einer Klasse 3 und 4.
Zwei Sonderschullehrerinnnen gehören jetzt zu dem Kollegium und organisieren gemeinsam mit der Schulleitung, den betroffenen Grundschullehrerinnen und der Schulsozialarbeiterin die sonderpädagogische Förderung. Diese findet vorwiegend im Rahmen der Klasse statt, aber auch in z.T. klassenübergreifend organisierten Fördergruppen außerhalb der Klasse. Je nach dem Förderbedarf der Kinder kann der Schwerpunkt der Gruppenförderung im Lern- oder im Erziehungsbereich liegen.
Die Zielsetzung der Grundschule Pannesheide eine Schule für alle zu sein, d. h. auch für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, ging einher mit der Entscheidung für offene, differenzierende und individualisierende Unterrichtsmethoden.
So werden in klassenübergreifenden Teams, an denen neben den Grund- auch die Sonderschullehrerinnen teilnehmen, Unterrichtsinhalte abgesprochen, vorbereitet und in Form von Projekten, Werkstätten oder Wochenplänen jahrgangsübergreifend strukturiert.
Aufgabe der Sonderschullehrerinnen hierbei kann u.a. sein differenzierte Angebote für die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu gestalten.
Dies können sein:
- angepasste Lesestoffe für leseschwache Kinder
- Schreibhilfen für motorisch gestörte Kinder
- unterstützende Wortschatzübungen
- Wahrnehmungs- oder Konzentrationsübungen zum Thema
- vereinfachte oder Ermöglichung anschaulich gestützter Rechenoperationen...
Durch Bereitstellung von Geldern für den gemeinsamen Unterricht durch die Stadt Herzogenrath konnten Testmaterialien, Spiele und Bücher zur Förderung des sozialen Lernens, der Konzentration und der Wahrnehmung angeschafft werden, ebenso das Lernen unterstützende Unterrichtsmaterialien. Diese werden in den Klassen oder in der Gruppenförderung eingesetzt.
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